Blutegeltherapie

Seit den 80er Jahren ist diese Therapieform wieder auf dem Vormarsch. Die Wirksamkeit dieser Tiere beruht auf verschiedenen Enzymen, die sich im Speichel der Egel befinden. Die Inhaltsstoffe der Saliva (Speichel) wirken durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, schmerzstillend, gerinnungshemmend und thrombenauflösend. Zusätzlich setzen die Speichelwirkstoffe den inneren Abtransport von venösem Blut und Lymphflüssigkeit in Gang, was wiederrum die Entgiftung von Schlacken, Krankheitskeimen, Eiter, Wundsekret und geronnenem Blut fördert. Durch die Behandlung kann oftmals für längere Zeit eine Schmerzlinderung oder sogar Schmerzfreiheit erzielt werden. In diesen Fällen besteht dann die Möglichkeit Schmerzmittel zu reduzieren oder gar abzusetzen, was wiederum eine Entlastung für den gesamten Organismus bedeutet. Die Anwendungsgebiete reichen von der Akutbehandlung bis hin zur Anwendung bei chronischen Beschwerden, vor allem immer dann, wenn eine lokale Erleichterung erforderlich ist. Der Biss des Blutegels wird als relativ schmerzarm beschrieben, ähnlich einem Mückenstich. Die meisten Tiere bleiben völlig unbeteiligt stehen oder zeigen leichte Abwehrbewegungen. Der Saugvorgang dauert in der Regel zwischen 30 und 90 Minuten. Nach Beendigung fällt der Blutegel ab und es beginnt das „Nachbluten“. Hierbei fließen nochmals ca. 20 - 30 ml Blut nach. Dieser Vorgang ist immer erwünscht und darf nicht durch Kompressen oder ähnliches zum Stoppen gebracht werden.




Einsatzgebiete beim Pferd sind u. a. :                             

- Hufrehe 
- Hufrolle 
- Arthrose
- Gelenkgalle 
- Sehnenerkrankungen                                                                                                   
- Nackenbeule 
- Blutergüsse 
- Nervenerkrankungen 
- Spat 

-Narbengewebe                                                                                                                                                                                        

                                           

Einsatzgebiete beim Hund sind u. a. :

- Hüftgelenksdysplasie
- Arthrose in sämtlichen Gelenken 
- Bandscheibenvorfall
- Cauda equina
- Dackellähme