NeuroStim®

Ein Video zu dieser Therapie finden Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=eUcQIVuHm4&t=3s

Der Körper eines Tieres verfügt über ca. 250 Muskeln. Neben großen Muskeln, z.B. im Bereich der Hinterhand, finden sich auch extrem kleine Muskeln von wenigen Zentimetern Länge z.B. zwischen den Wirbeln. Muskeln arbeiten in der Regel nicht einzeln, sondern meistens als Gruppe und haben zumindest einen oder mehrere Gegenspieler.


Ein Beispiel: soll sich die Schulter nach vorne bewegen, so müssen sich mehrere hierfür nötige Muskeln anspannen und gleichzeitig ihre Gegenspieler (die, die die Gliedmaßen zurück bewegen) entspannen, sonst kann diese Bewegung nicht erfolgen. Verspannte Muskeln können sich weder funktionell anspannen noch entspannen – die Beweglichkeit ist folglich eingeschränkt. Da die Muskeln im Verbund arbeiten, führt die Einschränkung in der Funktionalität eines Muskels notgedrungen zu Folgeschäden an anderen Muskeln, die bis hin zu strukturellen Schäden am Organismus reichen können.

 
Die bei der reiterlichen Nutzung des Pferdes häufig auftretenden Muskelverletzungen sind Folgen einer Überlastung bestimmter Körperregionen, der wie ein Verspannungssystem aufgebaut ist. Ständige Überbeanspruchung auf der einen Seite haben Kompensationshaltung und Bewegungsmuster auf der anderen Seite zur Folge. Während des Heilungsvorganges bildet der Körper neues Bindegewebe, das u.a. unregelmäßig quer durch die Gewebsschichten verteilt wird. Diese Art von Narbengewebe verringert Zugfestigkeit, Elastizität und somit uneingeschränkte Funktionalität von Muskeln, sowie dem kompletten faszialen Gewebe, also auch Sehnen und Bänder.

 
Der Einsatz der NeuroStim® Behandlung kann dabei zur Optimierung dieser Heilungs- und Erholungsphasen eingesetzt werden, um Muskelverspannungen und Faszienverklebungen frühzeitig zu lösen und Kompensationshaltungen vorzubeugen. Das garantiert einen gleichmäßigen Muskelaufbau, eine gezielte Optimierung des physiologischen Bewegungsmusters und Erhaltung des Trainingslevels. So setzten Sie die neuromuskuläre Stimulation mit NeuroStim® ein: Komplementärer Einsatz bei:

 - Präventiv zur Gesundheitsförderung und Wellness
 - zur Entspannung in den Trainingsphasen
 - bei Muskelproblemen durch Sportverletzungen
 - Muskelatrophien, Myopathien
 - Sehnen- und Bänderverletzungen
 - Wirbelsäulenmobilisation
 - Triggerpunkt-Behandlungen
 - Akupressur
 - Hämatome
 - vegetative Erkrankungen
 - Kolik im Frühstadium
 - Neuralgien
 - Narbenkontrakturen
 - Aktivierung der zellbiologischen Regulation

 u.v.m.






Das Behandlungsprinzip - Zellbiologische Regulation und Faszienmodulation  

Wissenschaftliche Grundlagen für das NeuroStim® 

In zahlreichen empirischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass mechanische Schwingungen mit bestimmten Amplituden in einem Frequenzbereich von ca. 8 Hz bis 32 Hz (1 Hz = 1 Schwingung/ Sekunde) unterschiedliche Wirkungen auf den Muskel-Sehnen-Apparat, insbesondere das Bindegewebe und die Matrix besitzen. Die Übertragung der Frequenzen mittels mechanischen, akustischen, elektrischen oder elektromagnetischen Wellen steht dabei zur Auswahl und ruft im Körper unspezifische Reaktionen hervor.

Daraus ergibt sich die Folgerung: der Körper kann Rhythmen erkennen, sie unterscheiden und unterschiedlich interpretieren.
Diese Rhythmen wirken wie Taktgeber auf alle biologischen Strukturen. Dabei kommt der Skelettmuskulatur, größtes Organ mit ca. 45 % Masseanteil, eine entscheidende Rolle zu.
Seine Funktionalität, also taktgebende Frequenz, ist unter anderem an die gerichtete Bewegung der Körperflüssigkeiten gebunden, um den gesunden Stoffwechsel aufrecht zu erhalten. Stimmt in diesen, die Zelle umspülenden Flüssigkeiten bspw. der Säure-Base-Haushalt nicht, treten Differenzen in der Elektrolytversorgung auf, leidet die Leistung der Muskel- und Nervenzellen. Es entstehen Krankheitssymptome, die in Form von Muskelschmerzen und Entzündungen (Myositis), Streck- und Beugeeinschränkungen, Muskelverkrampfungen die Funktionsabläufe der Extremitäten eines Menschen oder Tieren stören.

 
Neueste Erkenntnisse im Bereich der Faszienforschung ergaben zudem, dass das netzartig den Körper umfassende Fasziensystem eine Eigenständigkeit aufweist, die ebenfalls zu erheblichen Störungen im physiologischen Ablaufsystem des Körpers führen kann. So konnten Wissenschaftler der Forschungsgruppe um Dr. Robert Schleip und Dr. Heike Jäger an der Universität Ulm nachweisen, das unabhängig von der Arbeit des Muskels bereits die Ausschüttung von Stressbotenstoffen zur Kontraktion von den Muskeln umspannenden Faszien führt und so die Funktionalität dieser Muskeln stark beeinträchtigt. 

“…Dass eine rhythmische mechanische Stimulation die Aktivität der Zellen im Fasziengewebe gezielt modulieren kann, wurde in den letzten Jahren mehrfach in Zellkultur-Versuchen bewiesen. Die therapeutische Anwendung dieser Erkenntnisse auf die gezielte Beeinflussung der Faszienarchitektur bei Mensch und Tier ist sicher eines der spannendsten Gebiete in den nächsten Jahren. „


Zitat Dr. Robert Schleip, Director Fascia Resarch Group Universität Ulm


Das Prinzip


Das Applizieren der definierten mechanischen Schwingung über einen oszillierenden Aktuator spricht die adaptiv-sensiblen Nervenzellen im Bindegewebe an und kann zu einer Verbesserung des pH-Wertes des interzellulären Raumes und damit zur Clearens und Entschlackung führen; das fördert die Optimierung der Transitstrecke für Zellbotenstoffe und Stoffwechselendprodukte, führt zur Verbesserung des Muskel-Gelenkzusammenspiels, optimiert die Funktion des lymphatischen Systems und verbessert die Mikrozirkulation. Die Regulation des Tonus von kontrahierenden Strukturen, die Sicherung der Gleitfähigkeit von Bindegewebe gegenüber anderen Geweben sowie die Beeinflussung des sensorischen Systems wird damit begünstigt und stimuliert die zellbiologische Regulation des Körpers.



Quelle: Text und Bilder der Fa. Overo, 87675 Stötten